Performance Polymers | |||||
| 2007 | 2008 | Veränd. | ||
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % |
Umsatzerlöse | 2.680 |
| 3.280 |
| 22,4 |
EBITDA vor | 376 | 14,0 | 413 | 12,6 | 9,8 |
EBITDA | 376 | 14,0 | 347 | 10,6 | – 7,7 |
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 273 | 10,2 | 285 | 8,7 | 4,4 |
Operatives Ergebnis (EBIT) | 273 | 10,2 | 208 | 6,3 | – 23,8 |
Investitionen1) | 139 |
| 178 |
| 28,1 |
Abschreibungen | 103 |
| 139 |
| 35,0 |
Mitarbeiter (31.12.) | 4.334 |
| 4.672 |
| 7,8 |
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. | |||||
Das Segment Performance Polymers verzeichnete im Geschäftsjahr 2008 eine außerordentlich gute Geschäftsentwicklung, die aber durch einen starken Nachfrageeinbruch im vierten Quartal getrübt wurde. Das Umsatzwachstum des Gesamtjahres betrug 22,4 %. Aufgrund deutlich gestiegener Einstandspreise für Rohstoffe und Energien legte der Umsatz preisbedingt um 14,1 % zu. Die Mengenentwicklung war deutlich vom Nachfragerückgang des vierten Quartals gezeichnet und schwächte das Umsatzwachstum um 5,0 % ab. Hinzu kam eine leicht negative Wechselkursentwicklung, die den Umsatz um 3,7 % reduzierte. Die Akquisition der Petroflex-Gruppe im April dieses Jahres führte zu einem Portfolioeffekt in Höhe von 17,0 %.
Alle Business Units des Segments, insbesondere Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers, konnten die höheren Einstandskosten für Rohstoffe und Energien durch Preisanpassungen in den Markt weitergeben. Dem stand jedoch die Mengenentwicklung entgegen, die vor allem in der Business Unit Semi-Crystalline Products deutlich vom ausgeprägten Nachfrageeinbruch im vierten Quartal betroffen war. Lediglich die Business Unit Performance Butadiene Rubbers konnte sich dem allgemeinen Trend entziehen und die Mengen im Jahresverlauf noch leicht steigern. Von Vorteil waren hierbei unter anderem die zusätzlichen Kapazitäten der im vergangenen Jahr wieder in Betrieb genommenen Anlagen im texanischen Orange (USA), auch wenn diese im dritten Quartal von Stillständen aufgrund des Hurrikans Ike betroffen waren. Die Business Unit Technical Rubber Products war ebenfalls von Produktionsausfällen durch den Wirbelsturm in den USA betroffen. Die Mengenentwicklung war ferner wesentlich vom krisenbedingt starken Produktionsrückgang der Automobilindustrie gekennzeichnet. Auch die Business Unit Semi-Crystalline Products konnte sich dem Einbruch der Absatzmengen zum Jahresende nicht entziehen und verlor insbesondere bei den Produkten Caprolactam und Ammoniumsulfat.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Polymers wurde deutlich von 376 Mio. € auf 413 Mio. € gesteigert, was einem Anstieg um 9,8 % entspricht. Mit einem Rückgang um 1,4 %-Punkte auf 12,6 % lag die EBITDA-Marge nachfragebedingt unter dem Vorjahresniveau. Maßgeblich zum Ergebnis beigetragen haben die Business Units Performance Butadiene Rubbers und Butyl Rubber. Die sehr hohen Rohstoffpreise konnten im Geschäftsjahr vollständig in den Markt weitergegeben werden. Die Einbeziehung der Petroflex-Gruppe führte ebenfalls zu einer spürbaren Ergebnisverbesserung. Die Business Unit Semi-Crystalline Products litt hingegen unter den Produktionsanpassungen zum Jahresende, die infolge hoher Vorratsbestände bei Kunden und eines drastischen Nachfragerückgangs erforderlich wurden. Trotz des im vierten Quartal erstarkenden US-Dollar waren die Wechselkursrelationen im Geschäftsjahr insgesamt ungünstig. Auch die hohen Energiekosten belasteten das Ergebnis des Segments. Die in der planmäßigen Umsetzung befindlichen Struktur- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen hatten einen kompensierenden Effekt.
Im Geschäftsjahr fielen Sonderaufwendungen in Höhe von 77 Mio. € an, von denen 66 Mio. € EBITDA-wirksam waren. Ein wesentlicher Posten waren die zu Beginn des Jahres 2008 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramme an den Standorten in Sarnia (Kanada) und Zwijndrecht (Belgien). Die Maßnahme am kanadischen Butyl Rubber- und Technical Rubber-Produktionsstandort Sarnia umfasst im Kern die weitere Straffung und Anpassung von Service- und Dienstleistungsbereichen sowie die Schließung der NBR-Produktion in Sarnia. Diese wird stattdessen vom französischen Standort La Wantzenau übernommen. Ebenso wird der Technical Rubber-Standort in Marl einer Optimierung unterzogen. Das Effizienzsteigerungsprogramm für die Butyl Rubber-Produktion im belgischen Zwijndrecht sieht im Wesentlichen vor, die Produktionskosten weiter zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit im weltweit wachsenden Butylkautschukgeschäft zu verbessern. Das Segmentergebnis vor Sondereinflüssen war darüber hinaus belastet durch außergewöhnliche Wertberichtigungen auf Vorräte aufgrund der Entwicklung der Marktpreise zum Jahresende 2008.
Advanced Intermediates | |||||
| 2007 | 2008 | Veränd. | ||
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % |
Umsatzerlöse | 1.204 |
| 1.310 |
| 8,8 |
EBITDA vor | 174 | 14,5 | 186 | 14,2 | 6,9 |
EBITDA | 174 | 14,5 | 186 | 14,2 | 6,9 |
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 137 | 11,4 | 142 | 10,8 | 3,6 |
Operatives Ergebnis (EBIT) | 137 | 11,4 | 142 | 10,8 | 3,6 |
Investitionen1) | 52 |
| 76 |
| 46,2 |
Abschreibungen | 37 |
| 44 |
| 18,9 |
Mitarbeiter (31.12.) | 2.450 |
| 2.530 |
| 3,3 |
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. | |||||
Die Umsätze im Segment Advanced Intermediates stiegen im Geschäftsjahr von 1.204 Mio. € um 106 Mio. € auf 1.310 Mio. €. Dies entspricht einem Wachstum von 8,8 %. Diese Entwicklung war ausschließlich einem auffallenden operativen Zuwachs zu verdanken. Negative Währungseffekte von 1,8 % wurden durch Mengenausweitungen um 5,5 % sowie Preisanhebungen um 5,1 % bei Weitem überkompensiert. Die Preiserhöhungen waren weitgehend bedingt durch gestiegene Rohstoffkosten und wurden unterstützt durch entsprechende Rohstoff- bzw. Währungsklauseln in Lieferverträgen, insbesondere bei der Business Unit Basic Chemicals. Die positive Mengenentwicklung des Geschäftsjahres war zu großen Teilen von der starken Nachfrage nach Agrochemikalien getragen, die sich auf beide Business Units des Segments auswirkte. Die Business Unit Saltigo profitierte darüber hinaus von der lebhaften Nachfrage nach Pharma-Vorprodukten, die auch im krisengeprägten vierten Quartal noch anhielt. Die Business Unit Basic Chemicals verzeichnete unter anderem im Agrobereich, dort insbesondere aufgrund der hohen Nachfrage bei Vorprodukten für Fungizide und Herbizide, ein deutliches Mengenwachstum. Im vierten Quartal setzte infolge eines nachlassenden Marktbedarfs ein signifikanter Mengenrückgang insbesondere bei Produkten für die Lackindustrie und den Automobilsektor ein.
Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates zeigte eine erfreuliche Entwicklung mit einem Wachstum von 174 Mio. € auf 186 Mio. €, was einem Zuwachs von 6,9 % entspricht. Unterstützt durch die konsequente Umsetzung der Preis-vor-Menge-Strategie gelang es der Business Unit Basic Chemicals, die gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energien und Logistikleistungen zu kompensieren. Die Business Unit Saltigo zog insbesondere Vorteile aus den Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten und zur Flexibilisierung der Produktionsanlagen. Mit ihrer flexibleren Aufstellung wurde die deutliche Mengenausweitung im Bereich der Pharma-Vorprodukte erleichtert.
Die EBITDA-Marge des Segments verringerte sich nur geringfügig um 0,3 %-Punkte auf 14,2 %.
Performance Chemicals | |||||
| 2007 | 2008 | Veränd. | ||
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % |
Umsatzerlöse | 1.970 |
| 1.930 |
| – 2,0 |
EBITDA vor | 285 | 14,5 | 241 | 12,5 | – 15,4 |
EBITDA | 271 | 13,8 | 211 | 10,9 | – 22,1 |
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | 199 | 10,1 | 167 | 8,7 | – 16,1 |
Operatives Ergebnis (EBIT) | 183 | 9,3 | 129 | 6,7 | – 29,5 |
Investitionen1) | 69 |
| 82 |
| 18,8 |
Abschreibungen | 88 |
| 82 |
| – 6,8 |
Mitarbeiter (31.12.) | 5.223 |
| 5.021 |
| – 3,9 |
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. | |||||
Die Umsätze des Segments Performance Chemicals gingen im Berichtszeitraum um 2,0 % von 1.970 Mio. € auf 1.930 Mio. € zurück. Preisanpassungen in der Größenordnung von 7,0 % konnten rückläufige Mengen von 6,1 % sowie negative Währungseinflüsse in Höhe von 2,9 % nicht kompensieren. Alle Business Units des Segments waren von dieser Wechselkursentwicklung betroffen, insbesondere aber die Business Units Leather und Rubber Chemicals, unter anderem aufgrund spezifischer Fakturierungsmodalitäten. Demgegenüber gelang es der überwiegenden Zahl von Business Units des Segments, im Rahmen der Preis-vor-Menge-Strategie Preisanhebungen im Markt durchzusetzen. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Business Units Leather und Rubber Chemicals. Erstere profitierte insbesondere in den ersten neun Monaten des Jahres von der nachfragebedingten Preisentwicklung bei Chromerzen, letztere von Wettbewerberausfällen sowie von einer erfreulichen Entwicklung in der Region Asien/Pazifik während der ersten drei Quartale. Demgegenüber musste die Business Unit Material Protection Products Preisrückgänge bei Holzschutzmitteln hinnehmen. Die Mengenentwicklung in diesem Segment war stark geprägt von der wirtschaftlich schwierigen Situation im vierten Quartal und führte zu Absatzeinbußen bei der Mehrzahl der Business Units, da ein Großteil der Kunden in den deutlich vom Nachfrageeinbruch betroffenen Bereichen der Automobil-, Bau- und Möbelindustrie zu finden ist. Verstärkt wurde dies noch durch einen ungeplanten Stillstand in den Produktionsanlagen in Südafrika. Die Business Unit Rhein Chemie, die ebenfalls stark mit der Automobilindustrie zusammenarbeitet, erlitt gleichermaßen einen Rückgang der Absatzmengen. Die Business Unit Inorganic Pigments litt unter der rückläufigen Bautätigkeit in Nordamerika, was allerdings durch die erfreuliche Entwicklung in den Wachstumsregionen Lateinamerika, Mittel- und Osteuropa sowie Asien für den Großteil des Jahres kompensiert wurde. Der Umsatz dieser Business Unit lag damit auf Vorjahresniveau.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals sank deutlich von 285 Mio. € auf 241 Mio. €, was einem Rückgang um 15,4 % entspricht. Die wertorientierte Preispolitik, welche den Anstieg der Rohstoffkosten sowie die im Geschäftsjahr nachteilige Währungsentwicklung weit überkompensierte, konnte dennoch den drastischen Mengenverlust insbesondere im Verlauf des vierten Quartals nur ungenügend abfedern. Dieser Mengenverlust belastete das EBITDA vor Sondereinflüssen. Die Business Unit Material Protection Products litt unter Mengen- und Preisverfall im Bereich der Holzschutzmittel, auch musste sie höhere Kosten verbunden mit Produktregistrierung und Markterschließung tragen. Die Business Unit Inorganic Pigments war vom Nachfragerückgang in Nordamerika betroffen, der hingegen von den Wachstumsregionen Lateinamerika, Mittel- und Osteuropa sowie Asien ausgeglichen werden konnte. Mit dem Ziel, das Asiengeschäft weiter auszubauen, hat LANXESS für diese Business Unit im Juni 2008 in Jinshan, nahe Schanghai, zwei Produktionsanlagen vom bisherigen Kooperationspartner Jinzhuo Chemicals Company Ltd. übernommen. Eine dieser Anlagen wurde bereits seit 2007 von LANXESS genutzt. Mit der Akquisition erweitert die Business Unit ihre Produktionskapazitäten für anorganische Pigmente um etwa 5 %. Die Business Unit Functional Chemicals konnte zwar über Verkaufspreisanpassungen den Anstieg der Rohstoffkosten, unter anderem bei Phosphorchemikalien, knapp kompensieren, geriet jedoch aufgrund starker Mengenverluste und nachteiliger Währungseffekte unter Druck. Dieser Margendruck, nochmals verstärkt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, führte zu dem Entschluss, die Business Unit neu auszurichten. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, sollen die globale Vertriebsorganisation, Produktionsbetriebe sowie die Bereiche Forschung und Entwicklung und technische Services effizienter gestaltet werden. Bis zu 120 Stellen weltweit, davon etwa 80 in Deutschland, werden von diesen Maßnahmen betroffen sein. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Segments sank im Wesentlichen aufgrund der negativen Mengen- und Währungsentwicklung spürbar von 14,5 % auf 12,5 %.
Die Sondereinflüsse des Segments von 38 Mio. €, von denen 30 Mio. € EBITDA-wirksam waren, betrafen unter anderem Kosten im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts Birmingham (USA) der Business Unit Ion Exchange Resins. Das in der Business Unit Rhein Chemie eingeleitete Kostenoptimierungsprogramm sowie Kosten in Verbindung mit der Neuausrichtung der Business Unit Functional Chemicals sind ebenso enthalten. Zum Jahresende 2008 waren darüber hinaus im Segmentergebnis vor Sondereinflüssen außergewöhnliche Wertberichtigungen auf Vorräte aufgrund der Marktpreisentwicklung vorzunehmen.
Sonstige/Konsolidierung | |||||
| 2007 | 2008 | Veränd. | ||
| in Mio. € | Marge in % | in Mio. € | Marge in % | in % |
Umsatzerlöse | 754 |
| 56 |
| – 92,6 |
EBITDA vor | – 116 | – 15,4 | – 119 | – 212,5 | – 2,6 |
EBITDA | – 308 | – 40,8 | – 143 | – 255,4 | 53,6 |
Operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen | – 137 | – 18,2 | – 133 | – 237,5 | 2,9 |
Operatives Ergebnis (EBIT) | – 378 | – 50,1 | – 157 | – 280,4 | 58,5 |
Investitionen1) | 24 |
| 20 |
| – 16,7 |
Abschreibungen | 70 |
| 14 |
| – 80,0 |
Mitarbeiter (31.12.) | 2.603 |
| 2.574 |
| – 1,1 |
1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. | |||||
Hinsichtlich der Anpassung der Vorjahreswerte durch die Einbeziehung der Aktivitäten des früheren Segments Engineering Plastics verweisen wir auf die Ausführungen zu den Segmenten im Anhang zum Konzernabschluss.
Die im Segment Sonstige/Konsolidierung gezeigten Sonderaufwendungen von 24 Mio. € im Jahr 2008 betrafen vor allem Restrukturierungs- und Portfolioaufwendungen. Sie beinhalteten im Wesentlichen Kosten für Personalanpassungen, Aufwendungen für die Stilllegung von Betrieben und Betriebsteilen sowie Kosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung von Unternehmenstransaktionen, soweit eine sachgerechte Verteilung dieser Aufwendungen und Erträge auf die Segmente bzw. Business Units nicht möglich ist.











